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Portrait der Sängerin Samantha Gaul -Ensemblemitglied des Theater Freiburg

Im Rahmen unserer Portraitreihe Auf der Bühne ist mitten im Leben stellt sich Samantha Gaul vor. 

szenik wählte die junge Sängerin, die vom Magazin Die Opernwelt als Nachwuchskünstlerin 2018 nominiert wurde, aus, um einen Einblick in ihr Leben hinter der Bühne zu bekommen und mehr über sie zu erfahren. Die Sopranistin ist festes Ensemblemitglied am Theater Freiburg und gestaltete dort bisher Partien wie Olympia, Musetta oder die Titelpartie der deutschen Uraufführung Coraline von Mark Anthony Turnage. In der Spielzeit 18/19 trat sie bisher als Adele in der Operette Die Fledermaus auf.

 

1.) Wie bist du zum Gesang gekommen und was war der Auslöser das Singen zum Beruf zu machen? Wolltest Du schon als Kind Opernsänger werden?
Durch meinen damaligen Oboenlehrer, auch Leiter verschiedener Chöre, der irgendwann begonnen hat Einsingübungen statt Einspielübungen mit mir zu machen und mich nach einem Vorsingen in einem seiner Schulchorprojekte besetzt hat. In diesen Projekten durfte ich erstmals die ganz besondere Theateratmosphäre kennenlernen und habe mich eigentlich direkt in die Bühne verliebt.

 


Das Gespenst von Canterville am Philippinum Weilburg 2007 ©Becker

 

2.) Was magst du am Theater am liebsten? Und was gefällt dir an deinem Beruf am besten?
Das ist schwierig zu beschreiben. Vielleicht die Möglichkeit für einen Augenblick eine andere Welt zu erschaffen, Grenzen zu überwinden, das Publikum an einen Ort zu entführen, an dem man vergisst, dass Zeit existiert. Oder aber Realität durch andere Ebenen bewusst zu machen.
Die Möglichkeit Medium sein zu dürfen, Seele zu schenken, mit und durch Musik direkt zu kommunizieren.

 

3.) Was magst du weniger an deinem Beruf? Oder wann ist der Job als Sängerin schwer?
Zeit im Voraus oder außerhalb des Theaters zu planen ist manchmal schwierig – da gilt es flexibel und spontan zu sein. Oder zu hoffen, dass der eingereichte Urlaubsschein nicht in letzter Minute doch noch widerrufen wird.

 

4.) Ein Instrument hegt und pflegt man. Was machst du für deine Stimme?
Alles was sie von mir verlangt…
Der Körper ist das Instrument – also versuche ich meinen Körper zu verstehen und zu erkennen, was er benötigt, um die Ansprüche dieses Berufs erfüllen zu können. Sei es beispielweise in Form einer Extrarunde Schlaf vor einer Vorstellung, Kochsalz-Inhalation nach Reisen inklusive Klimaanlagen, Sport für Kondition, Verzicht auf stimm-unverträglicher Speisen oder Getränke vor dem Singen, nonverbale Kommunikation…

 

5.) An welchem Projekt arbeitest du gerade aktuell?
Am Theater Freiburg hatten wir gerade Premiere von der Operette Die Fledermaus und nach musikalischen Vorproben im Dezember, fangen für mich im Januar die szenischen Proben für Michael Wertmüllers Uraufführung Diodati.Unendlich mit der Rolle der Augusta Leigh am Theater Basel an – die musikalische Leitung hat Titus Engel und Lydia Steier führt Regie.
Im Überaum beschäftige ich mich momentan mit Gustav Mahlers wundervoller 4. Sinfonie (Theater Augsburg im April) und lerne Zerlina (Theater Freiburg, Don Giovanni im April) und Laurette (Schwetzinger SWR Festspiele, L’isle déserte im Mai) besser kennen.
Zwischendrin immer gerne einige Lieder.

 

 

6.) Was für Musik hört ein Opernsänger wohl privat? 
Neben allen Werken, die die klassische Musikwelt zu bieten hat, ziemlich kunterbunt gemischt: Spotifiy

 

7.) Wie lebt es sich in Freiburg so als Sängerin? Wo verbringst du deine Freizeit und schöpfst neue Energie? +  Wohin gehst du gerne in deiner Mittagspause bzw. zwischen den Proben? Hast du ein Lieblingslokal in der Stadt?

  

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8.) Welche Wesenszüge teilst du mit einer bestimmten Figur aus der Oper, die du gerade spielst oder gespielt hast?

Die Charaktere, die ich auf der Bühne darstelle, versuche ich immer in mir selbst zu finden und deren Wesenszüge dann rollenbedingt zu vergrößern oder zu verkleinern.

 

 

9.) Wie wichtig ist Social Media für eine/n klassische/n Sänger/in?
Ich glaube nicht, dass Social Media wirklich wichtig ist – aber möglicherweise hilfreich, da diese Branche vor allem über Kontakte läuft. Außerdem es ist eine unkomplizierte Möglichkeit, sich mit seinem Publikum auszutauschen und in Kontakt zu treten.

10.) Was antwortest du, wenn dir jemand erzählt: „Ich war noch nie in der Oper.“?

 

11.) Wie kann man Neulingen die Oper schmackhaft machen?

 

 

Vielen Dank an Samantha Gaul und das Team des Theater Freiburg!

 

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Samantha Gaul ist

 zu sehen!

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Porträtfoto: Porträt Samantha Gaul_culturbase 

Foto (Video): De-Da Productions

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