Unter dem Titel Kein Eisberg in Sicht zeigen das Schauspiel Stuttgart und die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart ab 1. Mai einen Foto-Hör-Spiel-Film über den Moment des Untergehens und die Sehnsucht nach Berührung und Lebendigkeit.
Pressemitteilung
Nach der pandemiebedingten Verschiebung der Premiere von Der Untergang der Titanic auf die Spielzeit 2021/22 haben sich die Studierenden gemeinsam mit dem Team um Regisseur Nick Hartnagel auf die Suche nach dem Klang der eigenen Havarie begeben. Inspiriert von Hans Magnus Enzensbergers Stück amüsieren sie sich mit dem Untergang. Stuttgart wird zu einem sinkenden Schiff, bevölkert von den Geistern der Passagiere der Titanic. Diese ziehen sich durch alle Klassen vom Heizer bis zur Lady der First-Class. Sie alle haben eine Geschichte zu erzählen. Egal ob der Matrose, der den Eisberg zuerst entdeckte oder die junge Frau, die schon mehrere Schiffbrüche überlebt hat. Die Geister formieren sich zu einer Band, die den Wellen bis zum Ende trotzt. So schließen sich der wohl berühmteste Titanic-Mythos und die persönliche Situation der Studierenden.
„In einer ungewöhnlich intensiven Ensemblearbeit über Zoom entwickelten wir gemeinsam ein Format, das uns künstlerisch reizte und das gleichzeitig hygienekonform umzusetzen war. Herausgekommen ist ein sehr persönlicher halbstündiger Kurzfilm, der unseren gemeinsamen Moment des Untergehens einzufangen versucht. Dieses Hybridformat zwischen Fotografie, Hörspiel und Film trägt die Sehnsucht der Studierenden nach Berührung und Lebendigkeit in sich. Eine Sehnsucht, die sich hoffentlich im Frühjahr 2022 erfüllt, wenn wir die ursprünglich geplante Theaterproduktion hoffentlich doch noch auf die Bühne bringen.“
Regisseur Nick Hartnagel

Besetzung
Inszenierung und Kamera: Nick Hartnagel
Kostüme: Tine Becker
Musik und Ton: Lukas Lonski
Dramaturgie: Sarah Tzscheppan
Von und mit:
Wiktor Grduszak, Cora Kneisz, Natalja Maas, Jonas Matthes, Liliana Merker, Félicien Moisset, Jakob Spiegler (Studierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart)
Eine Koproduktion von Schauspiel Stuttgart und der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart

Praktische Informationen
- Online-Premiere am Samstag, 1. Mai 2021, um 19h30
- Der Kurzfilm ist im Anschluss an die Premiere zwei Wochen lang kostenlos online zu sehen.
- Weitere Informationen auf der Website des Schauspiels Stuttgart: www.schauspiel-stuttgart.de
Fotos: Nick Hartnagel