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Ab der Spielzeit 2023/2024: Christoph Mehler wird neuer Schauspieldirektor am Saarländischen Staatstheater

Generalintendant Bodo Busse und Chefdramaturg Horst Busch sind bei der Suche nach einem neuem Schauspieldirektor am Saarländischen Staatstheater fündig geworden. Christoph Mehler wird ab der neuen Spielzeit 2023/2024 das Schauspiel gemeinsam mit Horst Busch in einer Doppelspitze führen.

Pressemitteilung

Ich freue mich sehr, dass wir Christoph Mehler, der nicht nur mehrfach am Saarländischen Staatstheater erfolgreich inszeniert hat, sondern an vielen großen Bühnen des deutschsprachigen Schauspiels einen Namen hat, als Nachfolger von Bettina Bruinier in der Position des regieführenden Schauspieldirektors gewinnen konnten“, sagt Generalintendant Bodo Busse.  Seine psychologisch und formal stringent durchgearbeiteten, bildstarken Inszenierungen zeigten ebenso sprachliche Präzision und theatralische Sinnlichkeit wie sie von intensiver spielerischer Energie durchdrungen seien. 

Der Berliner Regisseur hat schon mehrmals erfolgreich am Saarländischen Staatstheater inszeniertdarunter: „Dantons Tod“ (2017/2018), „Hexenjagd“ (2019/2020) und „Der Weg zurück“ im letzten Frühjahr. „Er beherrscht als Regisseur nicht nur virtuos die große Form für zeitgenössische Klassiker-Interpretationen, sondern erfindet auch für experimentelle, offene Textformen und performative Projekte spannende neue Bühnen- und Spielwelten“, so Bodo Busse.

Christoph Mehler freut sehr sich über seine neue Aufgabe am Saarländischen StaatstheaterIn den vergangenen Jahren durfte ich hier schon einige Male sehr gerne und glückvoll arbeiten. In dieser Zeit habe ich das Saarland und die Menschen hier sehr ins Herz geschlossen“, erklärt er und fügt hinzu: „Ganz besonders freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen des Saarländischen Staatstheaters, die ich als professionell, lösungsorientiert und freundlich kennengelernt habe.“  Er möchte den Zuschauer*innen eine große Spannweite an ästhetischem Reichtum präsentieren, vom klassischen Schauspielhandwerk über die Groteske, die Komödie bis hin zu experimentellen Spielweisen. Er verspricht: „Es wird aufregend werden!

Christoph Mehler absolvierte zunächst eine Schauspielausbildung und ging 2003 ans Deutsche Theater Berlin, wo er u.a. bei Dimiter Gotscheff, Jürgen Kruse und Armin Petras assistierte. Ab 2006 leitete er dort die Spielstätte „Box und Bar“ und brachte als Regisseur 15 Produktionen zur Premiere, darunter „Pornographie“ und „Motortown“ von Simon Stephens, „Dantons Tod“ von Georg Büchner und „Baal“ von Bertolt Brecht. Von 2011 bis 2014 war Mehler Hausregisseur am Schauspiel Frankfurt.

Als freier Regisseur inszenierte er u. a. am Schauspielhaus Wien, Theater Dortmund, Centraltheater Leipzig, Staatstheater Nürnberg, Staatstheater Braunschweig, Theater Münster, Deutschen Nationaltheater Weimar, Schauspiel Stuttgart sowie am Deutschen Theater Göttingen. 2012 wurde seine Nürnberger „Woyzeck“-Inszenierung mit dem Preis für die Beste Produktion bei den 30. Bayerischen Theatertagen ausgezeichnet. Seit 2015 ist er Gastdozent der Regieklasse der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und Zentralregisseur des Schauspiels am Staatstheater Darmstadt. Derzeit probt Christoph Mehler am Potsdamer Hans Otto Theater, wo er am Freitag, 14. Oktober 2022, um 19.30 Uhr Premiere mit dem Stück „Die schmutzigen Hände“ von Jean-Paul Sartre feiern wird.

Chefdramaturg Horst Busch ist glücklich, dass es gelungen ist, Christoph Mehler ab der Spielzeit 2023/2024 als neuen Schauspieldirektor ans Saarländische Staatstheaters zu holen. „Ich kenne ihn schon seit vielen Jahren aus einer gemeinsamen, vertrauensvollen Zusammenarbeit. Seine einfühlsame wie fordernde Arbeit mit dem Ensemble inklusive ensemble4 ist für mich immer wieder beglückend. Besonders seine Offenheit im gemeinsamen künstlerischen Ringen um Ästhetik und Form machen ihn zu einem geschätzten Kollegen, mit dem man gerne arbeitet.“  So sei das Schauspiel-Ensemble nach der Verkündung begeistert gewesen, denn mit Christoph Mehler könne man sich ehrlich und produktiv streiten. Horst Busch: „Ihm, wie mir, geht es in der gemeinsamen Auseinandersetzung immer um den Freiraum der Kunst. Das hat für mich einen unschätzbaren Wert!

Foto: Jennifer Hörr

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